Dein 1. Radrennen – die optimale Vorbereitung

Dein 1. Radrennen - die otimale Vorbereitung

Checkliste für das 1. Radrennen

Ohne Umschweife gibt es jetzt die 7 Punkte, die Dir dabei helfen, das 1. Radrennen Deines Lebens ruhig angehen zu können, da es in 1. Linie Spaẞ machen soll, und nicht wochenlang zum einzigsten vielleicht sogar ängstlichen und aufgeregten Gedanken werden soll.

1. Gezieltes Training

Für große Herausforderungen ist es wichtig, sicherzustellen dass Dein Körper gezielt darauf vorbereitet ist.

Die Faktoren des Rennens bestimmen die Vorbereitung.

Stell Dir daher folgende Fragen:

  • Terrain – ist es hügelig oder flach?
  • Timing – wie spät am Tag ist das Rennen?
  • Wetter – wird es kalt oder heiß
  • Dauer – wie lang ist das Rennen?
  • Trainingsstatus – Auf welchem Level bist Du?
  • Zeit – wie lange noch bis zum Rennen, und wie viel Zeit bleibt täglich/wöchentlich fürs Training?
  • Das Ziel – finishen oder vorne ankommen?

Diese Fragen in Ruhe zu beantworten hilft ungemein dabei, ein strukturiertes Trainingsprogramm zu erstellen.

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2. Die Woche vor dem Radrennen

Es gibt nicht viel, dass Du in der letzten Woche zum steigern Deiner Fitness tun kannst.

Bleib ruhig – veranstalte keine Experimente in Form von Training oder Ernährung!

  • Überkompensiere nicht
  • Leg anständige Erholungsphasen ein
  • Schlafe anständig – Qualität statt Quantität

Ausgeruht und mit freiem Kopf, das ist die halbe Miete!

3. Ernährung

Allgemeine Tipps gibt es nicht. Jeder Sportler ist anders.

Allgemeine Richtlinien während eines Rennen sind, um 1 Gramm Kohlenhydrate pro Kg Körpergewicht pro Stunde zu essen. Zufügbar über Bananen, Gels, Getränke, Kuchen, Kekse oder die von vielen Radsportlern geliebte Fleischwurst…;-).

Rezepte und Tipps für die Tage vor dem Rennen, oder für ein passendes Frühstück am Renntag findet Ihr auch im Ultimativen Ernährungs-Guide für Radsportler

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4. Trinken während dem Rennen

Das richtige Trinken zur rechten Zeit ist beim Radsport genauso wichtig wie die Ernährung. Unser Körper besteht zu etwa zwei Dritteln aus Wasser und ein Flüssigkeitsverlust von nur 2% schränkt die Leistungsfähigkeit deutlich ein.

Niemals nur reines Wasser trinken. Das gilt vor allem im Radsport, wo man viel schwitzt. Wenn Du nur große Mengen Wasser trinken würdest, läufst Du Gefahr, dass leistungserhaltende und lebenswichtige Mineralstoffe regelrecht aus dem Körper geschwemmt werden.

Leicht gekühlte Getränke werden ebenfalls schnell vom Organismus aufgenommen. Als Orientierung sollte bei lang andauernden Belastung über einer Stunde alle 20 Minuten 0,2 Liter Flüssigkeit aufgenommen werden.

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Sportlergetränke werden in 3 Klassen eingeteilt: 

Isotonische Getränke

Sie weisen die gleiche Konzentration gelöster Teilchen auf wie das Blut, werden schnell aufgenommen und versorgen den Körper beim Radsport – ja nach Inhaltsstoffen – mit Mineralien und Nährstoffen. Vor und nach dem Rennen/Training sind isotonische Getränke mit Kohlehydraten und Mineralien im Radsport sehr zu empfehlen.

Hypotone Getränke

Sie enthalten weniger gelöste Teilchen, als das menschliche Blut. Nach dem Prinzip der Osmose (Teilchenwanderung durch körperinterne Trennwände oder „Membranen“) gelangt die Flüssigkeit nach Ausgleich strebend schnell in den Körper. Hypotone Getränke sind im Radsport sehr geeignet, da sie für eine schnelle Flüssigkeitszufuhr sorgen.

Hypertone Getränke

Sie entziehen dem Körper kurzfristig sogar Flüssigkeit und sollten während dem Rennen oder Training nicht genommen werden. Im Radsport sind sie aber geeignet, um nach der Anstrengung die Energiereserven wieder aufzuladen.

5. Kleidung

Was ziehe ich bei diesem Wetter an?

Bist Du zu warm eingepackt schwitzt Du schnell und unnötig, zu leichte Kleidung birgt die Gefahr des Auskühlens.

Denk an alle Eventualitäten, auch im Sommer kann es zum Beispiel auf langen Passabfahrten ziehen.

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6. Das Rennen

Der Schlüssel zum Erfolg ist wie bei allem im Leben Erfahrung.

Es ist jetzt egal, wie viele Taktik-Bücher Du gelesen hast, wichtig ist nur eins – setz Dir erreichbare Ziele, dann wirst Du auch nicht enttäuscht werden. Du musst vor und während des Rennens an sehr viel denken, umso wichtiger ist es, dass du die Zeit im Sattel genießt. Nur wer gute Erfahrungen macht, kommt wieder.

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7. Taktik und Fehler

Keine Angst, niemand hat das 1. Rennen seiner Karriere gewonnen oder doch..;-)

Radrennen gewinnt selten der stärkste, sondern wohl eher der cleverste Fahrer. Du hast während dem Rennen genug Zeit, Dir einiges von den anderen abzugucken. Ganz egal, ob es Fehler oder taktische Finessen deiner Gegner sind, lernen kannst Du aus allem.

In der ersten Hälfte des Hauptfeldes bist du eigentlich immer gut aufgehoben. Deine Nase steckt nicht zu tief im Wind und bekommst trotzdem noch alles wichtige vorn mit.

Vor Anstiegen solltest Du versuchen nach vorne zu fahren, um genug Platz zu haben. Du kannst natürlich auch verschiedene Positionen probieren. Jedem behagt etwas anderes. Solltest Du wirklich ein gutes Tempo mitgehen können, und Dich in der Spitzengruppe aufhalten, dann verdien Dir ein bisschen Respekt, in dem Du Dich an der Führungsarbeit beteiligst. Aber nur, wenn Du das Tempo wirklich mitgehen kannst.

Diese Tipps sind leichter gesagt als getan, aber versuche wirklich nicht zu weit hinten zu fahren, da so zum Beispiel die Gefahr besteht, bei einer plötzlichen Tempoverschärfung den Anschluss zu verlieren, und Du dann allein im Wind fahren müsstest.

Keine Angst vor Fehlern

Viele Radsportler liefern im Training bessere Leistungen als im 1. Rennen. Das ist absolut nicht schlimm, und liegt oft daran, dass manche Fahrer davor Angst haben Fehler zu machen. Aber jeder macht Fehler und das ist nichts wovor man Angst haben müsste.

Gib alles und genieße dein erstes Rennen.

Kette rechts!

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