Die 5 brutalsten Anstiege der Welt

Ohne Schweiß kein Preis. Hier kommen 5 der brutalsten Anstiege der Welt – traust du dich ran?

1. Dante’s View: Der Schlund der Hölle

Wo: USA
Länge: 64,8 km
Maximale Steigung: 13%
Höhenmeter: 1.785m

Das Death Valley in Amerika ist nicht gerade als toller Radweg bekannt. Im Sommer steigen die Temperaturen regelmäßig auf 50°C und Namen wie Funeral Mountains, Devil’s Golf Course und Coffin Peak sprechen eine deutliche Sprache. Aber wo sonst auf der Welt kann man in einem Rutsch von unter dem Meeresspiegel bis in eine Höhe von 1.700 Metern fahren?

Beginne Deinen Anstieg bei -85,5m im trockenen, mit Salz bedeckten Badwater, dem tiefsten Punkt in Nordamerika. Die ersten 25 Kilometer zum Dante’s View hinauf sind beinahe eben und auf den folgenden 30 Kilometern steigt der Asphalt stetig um etwa 4%.

Das Problem an der Sache ist nur, dass der Steigungswinkel mit zunehmender Höhe steigt. Auf den letzten Kilometern hat dieser 13 % erreicht, bevor die Straße an einem kleinen Parkplatz mit Blick auf das Tal endet.

2. Kardung-Pass – die höchste fahrbare Straẞe der Welt

Wo: Indien
Länge: 39km
Maximale Steigung: 5%
Höhenmeter: 1.859m

Der Kardung-Pass in Indien wird schon lange als die höchste fahrbare Straße der Welt bezeichnet und steht auf der To-do-Liste richtig harter Radfahrer ganz weit oben. Jeder, der es wagt, diese ultra-lange Strecke in Angriff zu nehmen, wird es ziemlich schnell bereuen. Von der Stadt Leh sind es ganze 39 Kilometer bis zum Gipfel. Der Steigungswinkel hält sich zwar bei 5%, aber die Straße ist nicht gepflastert. Somit kannst du auf den letzten 15 Kilometern jede Menge Steine erwarten.

Da sich die pakistanische und chinesische Grenze in unmittelbarer Nähe befinden, sind LKWs der Armee immer wieder eine Gefahr. Im Vergleich zu dem, was die Höhe mit dir anstellen kann, sind diese allerdings das kleinere Übel. Man sagt, ab 2.400 Meter können Menschen von der Höhenkrankheit in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Kardung-Pass steigt mehr als doppelt so hoch, wodurch die letzten Kilometer zu einer wahren Tortur werden.

3. Mont Ventoux: Klassiker der Qualen

Wo: Frankreich
Länge: Von Bédoin, 21,8km
Maximale Steigung: 11%
Höhenmeter: 1.611m

Der Mont Ventoux ist ein Klassiker und wird von vielen als der furchteinflößendste Anstieg in Frankreich angesehen. Mit 1.912 Meter Höhe ist dieser Berg auch als „der Gigant der Provence“ bekannt.

Der Anstieg ist lang, 21,8 km, wenn du in Bédoin losfährst. Und während eines Großteils der Strecke liegt die Steigung der Straße bei etwa 10 %. Bei einem normalen Berg wäre das vielleicht noch ein annehmbarer Winkel, aber wenn du erstmal in den baumlosen höher gelegen Teilen bist, wirst du den sehr starken Wind spüren.

Der Berg ist berüchtigt dafür, dass der englische Radprofi Tom Simpson hier während der 1967er-Tour im Alter von 29 Jahren an Erschöpfung gestorben ist.

4. Hardknott Pass: 33% bei Wind und Regen

Wo: England
Länge: 2,6km
Maximale Steigung: 33%

England hat vielleicht keine Hochgebirge, aber wie die Tour de France 2014 durch die nördliche Grafschaft Yorkshire gezeigt hat, hat auch dieses Land seine Tücken. Der Hardknott Pass im Lake District soll der steilste und härteste des Landes sein.

Ein Weiderost zu Beginn deiner Fahrt bremst dich sofort wieder aus, bevor die Straße überhaupt ihren extrem steilen Anstieg beginnt. Ein paar hundert Meter kannst du dich erholen, bevor es auf Serpentinenstraßen weitergeht, die am höchsten Punkt eine Steigung von über 30 % aufweisen. Wenn du das überstehen solltest, folgt noch ein richtiger Kampf bis an die Spitze.

Die meisten der letzten 800 Meter weisen eine Steigung von 20 bis 25% auf. Die Straße ist relativ offen, also kannst du davon ausgehen, dass Wind und Regen den Spaß noch etwas unterhaltsamer machen.

5. Paso Internacional Los Libertadores: Der beste Ausblick

Wo: Chile/Argentinien
Länge: 25km
Maximale Steigung: 14%
Höhenmeter: 1.600m

Dieser Pass, der sogar sein eigenes Twitter-Profil hat, schlängelt sich zwischen Chile und Argentinien durch die Anden. Von Los Andes Chile verläuft die Straße in einer perfekt geformten Serpentine bis auf über 3.800 Meter, wo man von einer Christus-Statue empfangen wird.

Die ersten 29 Haarnadelkurven führen über 600 Meter vom Tal auf eine Höhe von 2.800 Metern über dem Meeresspiegel. Von dort aus fährt man noch etwa fünf Kilometer bis zu einem chilenischen Kontrollpunkt und dann weitere zwei Kilometer bis zum Anfang einer alten Straße, die auf den Gipfel führt.

Das Erreichen des Gipfels wird durch die Höhe, die felsige, unebene Straße und eine Steigung von 10% deutlich erschwert. Auch der Wind stellt oft eine Herausforderung dar, doch wenn man all das überwunden hat, wird man mit einem unglaublichen Ausblick auf die Serpentine und den Gipfel des Aconcagua, den höchsten Berg Südamerikas, belohnt. Man sollte einen warmen Pullover einpacken – im Jahr 2013 saßen 15.000 Chilenen einen Tag lang wegen eines Schneesturms auf der argentinischen Seite fest.

 

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