Grösster Fahrradbauer der Welt entsteht

Cervélo, Kalkhoff, Raleigh, Focus, Ghost und Haibike wohl bald unter einem Dach.

Das niederländische Fahrrad-Urgestein Gazelle wird, wie es aussieht seine Konkurrenten Sparta und Batavus übernehmen. Sollte dies Wirklichkeit werden, entsteht daraus der größte Fahrrad-Konzern der Welt.

Die Pon Holding, Eigentümer von Gazelle teilte dies soeben mit. Batavus und Sparta gehören zur niederländischen Accell Gruppe, welche ebenfalls die Gespräche bestätigte. Das Familienunternehmen Pon bietet 845 Millionen Euro. Ziel der Fusion ist laut Pon, im globalen Wettbewerb der Radhersteller zu bestehen – und nach Umsatz den gröẞten Fahrradkonzern der Welt zu schaffen.

800000 verkaufte Fahrräder bei einem Umsatz von 700 Millionen Euro, sind die Erwartungen von Pon für 2017. Der Konzern ist mit 13 000 Mitarbeitern in 32 Ländern an vielen Radherstellern beteiligt, auch an „Derby Cycle“ aus dem niedersächsischen Cloppenburg. Die Firma ist für Marken wie Kalkhoff, Raleigh und Focus bekannt. Zum Portfolio von Pon gehört auch die kanadische Rennrad-Marke Cervélo.

Die Accell Gruppe ist bei 1 Milliarde Euro Umsatz und ca. 1,5 Millionen Räder pro Jahr noch gröẞer als Pon. Bekannte Marken wie Ghost und Haibike sind deren Leitwölfe.

Zusammen würden Accel und Pon rund 2,3 Millionen Räder pro Jahr verkaufen und auf einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro kommen. Mit diesen Schätzungen könnte der bisherige Weltmarktführer Giant übertroffen werden, der im letzten Jahr ca 1,8 Milliarden Euro Umsatz erzielte.

Mit dem Trend zu mehr Gesundheit wächst auch der Fahrradmarkt. Jüngere Menschen sehen Autos heute nicht mehr als Statussymbol an. Vor allem in Großstädten steigen sie auf Fahrräder um, und ältere Menschen nutzen immer häufiger Elektro-Räder.

Laut Schätzungen des Zweirand-Industrie-Verband (ZIV) gibt es in Deutschland 73 Millionen Fahrräder. Wir deutschen geben im Schnitt rund 643 Euro für ein Fahrrad aus.

Fotos und Meldung (dpa)

Kommentar verfassen