Indoor Cycling – Spinning Bike statt Rolle

Artikel von Mike Selke – Gründer von CyclingFitness

Indoor Cycling ist in unseren Breitengraden längst kein reines Wintertraining mehr.
Im Gegenteil: Bei den oft widrigen Witterungsverhältnissen ist das Spinning Bike heute ein mindestens genauso wichtiges Trainingstool, wie ein Rennrad oder Mountainbike. Das hat auch die Fahrradindustrie erkannt und viele Hersteller bieten nun auch auf dem deutschen Markt das spezielle Spinning Bike an.

Eine lohnende Investition auch für viele Radsportler, die gegenüber der berühmten Rolle und dem Cycletrainer (bei dem man sein gewohntes Rennrad/MTB einspannen kann) deutliche Vorteile bringt.

Indoor Cycling

Doch auf was soll man achten, wenn man sich ein Spinning Bike zulegen will?

Verstellbarkeit

Ein gutes Spinning Bike, das ein effizientes Radtraining ermöglicht, sollte über verschiedene Verstellvorrichtungen verfügen, die dem jeweiligen Benutzer ein rasches Einstellen auf seine Größe ermöglichen. Weisen diese Einstellmöglichkeiten am Spinning Bike Skalen auf, kann der Benutzer es schnell und problemlos verstellen. Er braucht dann lediglich seine betreffenden Werte einstellen, um das Spinning Bike endgültig zu positionieren und spart sich ein mehrmaliges auf- und absteigen. Die folgenden Positionsmaße sollten an einem guten Spinning Bike vorhanden sein: Sattelhöhe Lenkerhöhe Sattelneigung Nachsitz Sitzlänge Die Verstellmechanismen sollte man schnell und sicher bedienen können. Besonders sicher funktionieren Verstellungen über Schraubgriffe mit einer zusätzlichen Rastereinstellung. Ein Spinning Bike mit möglicher Feinjustierung über einen Klemmhebel (ähnlich dem MTB) wäre noch besser.

Standsicherheit

Ein wichtiges Merkmal, welches ein hochwertiges Spinning Bike auszeichnet, ist dessen Standsicherheit. Sie wird durch eine breite Auflagefläche gewährleistet. Gummifüße unter den Metallträgern dämpfen Schwingungen und lassen ein realistisches Fahrgefühl aufkommen. Wer das Spinning Bike oft aufräumen muss oder die Konstellation von Bikes in einer Gruppe verändert, freut sich über zwei rollen an den Füßen. So braucht man nur die andere Seite anzuheben und kann das schwere Gefährt problemlos fortrollen.

Robustheit

Ein wesentliches Merkmal am Spinning Bike ist seine Robustheit. Große Rohrdurchmesser, hohes Gewicht, stabile Tretkurbeln, rostfreie und schweißbeständige Materialien sowie saubere Schweißnähte lassen auf Langlebigkeit schließen. Auch die Lackierung am Spinning Bike muss einiges aushalten und darf nicht beim ersten Kontakt mit metallischen Gegenständen abplatzen. Hier sollte einer Pulverbeschichtung gegenüber einer normalen Lackierung der Vorzug gegeben werden. Die Kurbeln und Pedale am Spinning Bike sollten aus hochwertigem Material bestehen und sich auf alle Fälle auch demontieren lassen, damit man sie bei defekten problemlos austauschen kann. Letztlich weist ein Spinning Bike auch einige Kugellager auf, deren Qualität sich nur schwer von außen beurteilen lässt. Die besten Voraussetzungen liegen vor, wenn es sich um Industrielager handelt, die sich auch auswechseln lassen. Besonders beansprucht werden an einem Spinning Bike das Innenlager (das die rechte und linke Kurbel verbindet) und das Nabenlager der Schwungscheibe.

Dosierbarkeit

Am Spinning Bike kommen zwei Bremssysteme zum Einsatz. Üblicherweise werden großflächige Bemsbeläge über eine herkömmliche, leicht modifizierte Cantileverbremse an die Schwungscheibe gepresst. Beim zweiten, am Spinning Bike verwendeten System wird ein Riemen um die Schwungscheibe gelegt, der dann zusammengezogen und angepresst wird. Dies erzeugt den Tretwiderstand. Bei maximaler Bremseinstellung sollten sich die Pedale auch dann nicht mehr bewegen lassen, wenn man auf dem Spinning Bike steht und im Wiegetritt arbeitet.

Zubehör

Ein gutes Spinning Bike sollte einen Flaschenhalter haben, in den eine handelsübliche Trinkflasche gesteckt werden kann, die am auch auf dem Rennrad verwendet. Außerdem sollten man beim Training den Pulsmesser befestigen können. Normalerweise haben die Pedale Häckchen und Riemen. Diese sollten für ambitionierte Radsportler gegen Klickpedale problemlos austauschbar sein.

Über den Autor

Mike Selke (Ruhrgebiet) Founder CyclingFitness.
Als ehemaliger Radsport-Amateur ist Radfahren seine große Leidenschaft. Auch noch heute ist er restlos begeistert und vermittelt seine Leidenschaft in seinen zahlreichen CyclingFitness Kursen und gemeinsamen MTB Touren sowie als Gast-Presenter in ausgesuchten Urlaubs-Clubs. Mike ist seit Mitte 2000 als unabhängiger Cycling Experte- und Presenter mit vielen 100 Kursstunden im Jahr in diversen Fitness-Location unterwegs und begeistert mit seiner motivierenden und autentischen Art immer wieder und hilft DIR dabei DEINE individuellen Ziele zu erreichen.

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