Rennrad gebraucht kaufen – Tipps worauf Ihr achten müsst

gebrauchtes rennrad kaufen

Ein gebrauchtes Rennrad kaufen ist eine gute Alternative zu teuren neuen Rennrädern.
Die Nachfrage ist besonders in Städten wie München, Berlin und Hamburg in den letzten Jahren stark gewachsen – und damit steigen leider auch die Preise von Rennrädern, egal ob neu oder gebraucht.

Daher jetzt zusammengefasst die besten Tipps, wie Ihr die Suche nach einem Rennrad aus zweiter Hand erfolgreich bestreitet.

Das Rennräder elegant, stylish und sportlich sind, wissen wir Radsportler, jedoch fahren in den letzten Jahren auch immer mehr „normale“ Menschen Rennrad. Auf dem Weg zur Arbeit, in der Freizeit und einfach als Ersatz zum Auto. Kurzum: Rennräder liegen voll im Trend.

Für viele gilt heute: Wer cool sein will, zeigt sich auf einem Rennrad. Gerne auf älteren Vintage-Modellen. Gerne bunt und auffällig.

Doch wo kann man heute gebrauchte Rennräder ergattern?

Auf Fahrrad-Flohmärkten sind gebrauchte Rennräder meist am schnellsten weg. Oder wahnwitzig teuer. Keine Sorge: 2016 waren über fünf Millionen Rennräder in Deutschland unterwegs – der Markt für den gebrauchten Kauf ist also durchaus da.

Folgende Punkte sind beim Kauf gebrauchter Rennräder zu beachten

mit dem rennrad in der stadt unterwegs in vielen grossstaedten sind rennraeder im trend

Die richtige Rahmengröße beim gebrauchten Rennrad

Für das Fahrgefühl ist es wichtig, dass das Rennrad optimal zu Euch passt. In dieser Tatsache liegt auch eines der größten Probleme beim Kauf eines gebrauchten Rennrads. Die passende Gröẞe müsst Ihr kennen.

Um eine genaue Vorstellung von der gesuchten Größe zu erhalten, hilft schon mal ein Rahmengrößen-Rechner. Nach Eingabe sämtlicher Maẞe bekommt Ihr hier die passende Rahmenhöhe angezeigt.

Wo kauft man ein gebrauchtes Rennrad?

Egal ob Ihr zu einem Händler mit gebrauchten Rennrädern geht, oder online sucht, vereinbart wenn möglich vor dem Kauf einen Termin, um das Rad persönlich in Augenschein zu nehmen und es Probe zu fahren. Vom Kauf eines Rennrades ohne Tests und Probefahrt ist abzuraten.

Anbieter von Gebrauchträdern wie bikesale.de bieten eine Suchauswahl über die Postleitzahl, so lassen sich regionale Angebote herausfiltern. Oder Ihr nutzt eBay-Kleinanzeigen oder Facebook-Gruppen.

Tipp: Nicht alle gebrauchten Rennräder stehen beim örtlichen Fahrradhändler im Schaufenster. Fragt einfach mal direkt nach. Vielleicht kennt der Händler auch einen Freund oder Kollegen, der gerade ein gebrauchtes Rennrad zum Kauf anbietet.

Tipp 2: Erkundigt Euch beim örtlichen Radsport-Verein. Rennrad-Sportler kaufen sich häufiger neue Modelle und verkaufen ihre gebrauchten Rennräder…ich will ja jetzt keinen angucken..;-)

Um Fehler beim Kauf zu vermeiden, ist es gut, jemanden zur Besichtigung des gebrauchten Rennrads mitzunehmen – am besten jemanden, der sich mit Fahrrädern auskennt.

gebrauchtes rennrad vor kauf prüfen

Hat das gebrauchte Rad Schwachstellen?

Das Wichtigste am Rennrad ist der Rahmen. Schaut Euch zunächst genau an, ob dieser physische Fehler wie Risse oder Dellen (besonders bei Aluminium oder Carbon) oder Roststellen (bei Stahl) besitzt. Ist das der Fall, dann ab nach Hause oder zum nächsten Objekt der Begierde. Das gilt auch, wenn der Gesamtzustand des Rades nicht stimmt und es ungepflegt erscheint.

Was sind unsichtbare Schwachstellen?

Leider gibt es – insbesondere bei Carbonrahmen – Beschädigungen, die sich visuell nicht wahrnehmen lassen. Für dieses Risiko müsst Ihr im Gespräch mit dem Verkäufer ein Gefühl entwickeln.

Scheut Euch also nicht, ihn in ein freundliches Gespräch über die Historie des gebrauchten Rennrads und seine damit verbundenen Touren und Erlebnisse zu verwickeln. Wann und von wem hat der Verkäufer es selbst erworben, gab es Vorbesitzer, wie wurde das Rad genutzt, welche großen Touren sind in Erinnerung geblieben, gab es Stürze, wie wurde das Rad gelagert, warum soll es verkauft werden etc.?

Klingt alles plausibel, ist Euer Gegenüber vielleicht sogar ein Rennrad-Enthusiast, dann kann es mit der Probefahrt weitergehen.

Kein Fahrrad-Kauf ohne Probefahrt

Befinden sich Laufräder und Reifen, Sattel, Lenker und Schaltung des gebrauchten Rennrads in einem optisch einwandfreien Zustand, geht es an die Probefahrt. Die Sitzposition solltet Ihr für Euch dafür anpassen, anders lässt sich kaum ein realistisches Fahrgefühl erzeugen.

Während der Fahrt liegt das Augenmerk dann zunächst bei den Bremsen: Funktionieren sie einwandfrei und sind angenehm in der Handhabung?

Wichtig ist auch, dass sich die Gänge flüssig schalten lassen. Auch im Wiegetritt, also unter hoher Last, sollten keine ungewöhnlichen Geräusche (z.B. Knacken) auftreten.

Unbedingt Kaufvertrag abschließen

Der Kauf des gebrauchten Rennrades ist zwar im Vergleich zum neuen Rad günstiger, dennoch geht es noch immer um hohe Beträge. Auch bei Privatkäufen gehört ein Kaufvertrag daher dazu – der ADFC bietet auf seiner Homepage ein kostenloses Formular zum Download an.

Ein Kaufvertrag ist übrigens auch im Sinne des Verkäufers: Ist ein Mangel im Vertrag erwähnt, kann der Käufer später keine Ansprüche für dieses Manko mehr geltend machen.

Und nun: Kette rechts, viel Erfolg bei der Suche und viel Spaß mit Eurem neuen, gebrauchten Rennrad!

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