Saisonende Schäppchenzeit – So wird der Rennradkauf kein Reinfall

Fakten und Handlungen:

  • Der Wechsel des  Modelljahres bedeutet  Schnäppchen
  • Ergründet, was Ihr wirklich von Eurem Material verlangt
  • Neu heiẞt nicht unbedingt besser!

Der Herbst steht unmittelbar vor der Tür – die Zeit, in der die großen Fahrradhersteller beginnen, die Modelle für das nächste Jahr ins Rennen zu schicken. Dies ist genau die Zeit, in der der lokale Fachhandel wie sämtliche Webshops Platz brauchen, und daher mit Rabatten um sich werfen.

Doch nicht immer steckt hinter jedem Rabatt wirklich ein Schäppchen.

Daher gibt es jetzt unsere wichtigsten Tipps um sicherzustellen, dass Ihr das Sie das Beste für Euer Geld bekommt.

Was wollt Ihr eigentlich?

Erstmal müsst Ihr Euch klar werden, was Ihr wirklich braucht, nicht was Ihr wollt.

Wenn es nach wollen geht, sind unsere Träume unendlich. Am besten das neueste High Tech Material für lau…:-)

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Welche Geometrie braucht Ihr? Carbon oder Alu, oder doch Stahl oder Titan? Felgenbremsen oder Scheibenbremsen? Braucht Ihr wirklich eine 11-Gang-Gruppe, wenn die letztjährige Version des gleichen Bikes mit einer 10 Gang Gruppe für viel weniger Geld gehabt werden kann? Muss es wirklich die interne Kabelführung auf dem neuesten Modell sein, wenn die externe Verkabelung bisher nie Probleme gemacht hat?

Hinzu kommen weitere technische Fragen wie Shimano, SRAM oder Campagnolo? Die Torpedo 3 Gang Nabe wird es ja wohl eher nicht…:-)

Die wichtigste Frage ist, wie oft und wie lange wollt Ihr auf dem Rennrad verbringen?

 

Findet heraus, wer was verkauft!

Bevor Ihr in die nächste Werbung verknallt seid, und in Gedanken auf dem neuen Rennrad schon Richtung Sonnenuntergang reitet, nehmt Euch Zeit Fragen zu stellen.

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Nur weil das Rennrad gerade mit sattem Rabatt in irgendeiner Werbung, oder auf Facebook auftaucht, muss dies noch lange nicht billigste Option sein. Fahrt einfach mal zum nächsten Bikeshop und fragt,  was sie haben. Ihr werdet oft überrascht sein, was es dort für „Schnäppchen“ gibt, von denen Ihr nur nichts wisst, weil der lokale Bikeshop einfach nicht das Geld für teure Werbung hat.

Trainingskollegen, Foren, Freunde – alles Ansprechpartner, deren Meinung Ihr erstmal einholen solltet, bevor Ihr blind der nächsten Werbung verfallt.

 

Das Modell des letzten Jahres ist nicht schlecht

Während einige Menschen stets das neueste Material brauchen, zeigt die Realität, das am aktuellen Modell nichts verkehrt ist, nur weil der Hersteller dies aus Marketing-Gründen sagt. Immerhin ist es erst einige Monate her, das genau dieses Rad das Nonplusultra war.

Natürlich wird viel entwickelt und aktualisiert, aber oft sind Unterschiede von Modelljahr zu Modelljahr so minimal, das selten jemand einen Unterschied merkt. Dann wechseln Fahrradhersteller die Rahmenfarbe oder Grafiken auf ihren Rennrädern und machen daraus ein neues Modell. Wie wichtig sind Grafiken oder leicht veränderte Rahmenfarben? Rechtfertigt dies einen teureren Preis? Ich persönlich fahre mit Leidenschaft und Material, aber nicht mit Dekor. Kann und darf jeder sehen, wie er mag.

 

Es ist nur ein Schnäppchen, wenn es die richtige Größe ist!

Kompromisse bei der Gröẞe – der schlimmste Fehler. Ihr fahrt eigentlich einen 56er Rahmen, doch das Angebot ist nur ein 54er Rahmen, und Ihr denkt Euch – mit ein bisschen Einstellung geht das schon? Ihr werdet diesen Fehler sicher bereuen. Warm werden wird schwer mit dem Rad, und im schlimmsten Fall bereut Ihr den Kauf wenn Ihr feststellt, das schmerzfrei fahren nicht möglich ist.

Lokaler Händler oder Online Shop?

Wenn es darum geht, nach Saison-Schnäppchen zu suchen, wird das Internet mit ziemlicher Sicherheit bei jedem Ausgangsort Nummer 1 sein. Wo sonst bekommt man so schnell einen Marktüberblick.

Doch der Gedanke, ein unverschämtes Schnäppchen gefunden zu haben kann schnell nach hinten los gehen.

Ihr denkt, Ihr kennt Eure Rahmengröẞe, und das reicht?

Verschiedene Hersteller messen Rahmen auf unterschiedliche Weise. Ein 56cm Rahmen kann bei einem anderen Hersteller auch als 58cm deklariert sein. Wie gesagt, wenn das Rennrad nicht optimal passt, ist es alles – aber kein Schnäppchen.

Die meisten Online Händler haben auf Ihren Webseiten Gröẞentabellen und Erklärungen, die Ihr Euch genau ansehen solltet. Wer sich dennoch unsicher ist, geht in den nächsten Bikeshop. Die Beratungen und Fahrmöglichkeiten vor Ort, wird Euch kein Online Bikeshop bieten.  Wenn Ihr im Laden seid, könnt Ihr auch gleich noch persönlich am Preis drehen…:-) Versucht dies mal im Online Shop, wo Ihr nur Häkchen in Kästchen setzt.

 

Und wo kauft Ihr Euer nächstes Rad?

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